Schlatter History

Ein Unternehmen mit Geschichte und Zukunft

Hans A. Schlatter

Hans A. Schlatter, Sohn eines Schlossermeisters, 1886 in Zürich geboren, befasst sich in Amerika erstmals mit der seinerzeit in Europa noch kaum bekannten Technik des Widerstandsschweissen.

Zurück in der Schweiz setzt er die erworbenen Kenntnisse geschickt ein. Seine Pionierarbeit findet in der Industrie grossen Anklang, was 1916 zur Firmengründung führt.

H. A. Schlatter in seinem Büro in Zollikon

Die Anfänge

Noch während dem Ersten Weltkrieg entwickelt er ein Verfahren zur Herstellung von Schuhnägeln, das nicht nur mittels einer elektrischen Wärmvorrichtung die Köpfe auf rationelle Weise presst und formt, sondern diese danach auch mit den Stiften verschweisst. Dieses Prinzip der Wärmeerzeugung wendet er ebenso erfolgreich für das Punktschweissen an.

1930 übernimmt H.A. Schlatter die Vertretung für Drahtstumpfschweissmaschinen der amerikanischen Firma Microweld und erhält dadurch weltweit Zugang zu Firmen der drahtverarbeitenden Industrie. So beliefert er u.a. Radio- und Glühlampenfabriken mit Feinpunktschweissmaschinen, aber auch Stahlbauunternehmen mit Hochleistungs-Punktschweissmaschinen zum Verbinden von bis zu 15 mm dicken Stahlblechen.

Tragende Säulen des Erfolgs

Nach dem Zweiten Weltkrieg herrscht in Europa rege Aktivität im Bausektor. Zahlreiche neue Betonbauwerke sind mit Stahlarmierungen auszurüsten. Was liegt da näher, als die Armierungsstäbe vor dem Verlegen zu Gittern zu verschweissen, was gegenüber dem manuellen Zusammenbinden der Einzelstäbe einen echten Fortschritt bedeutet. Schlatter ergreift diese Chance und baut ihre erste Gitterschweissmaschine. Anfangs werden die Längsdrähte paarweise und nacheinander mit je einem Querdraht verschweisst.

Den eigentlichen Durchbruch schafft schliesslich eine pneumatisch angetriebene Gitterschweissmaschine. Der Einbau mehrerer Schweisstransformatoren ermöglicht es jetzt, die Längsdrähte über die ganze Gitterbreite gleichzeitig mit jeweils einem Querdraht zu verschweissen.

Die erste Gitterschweissmaschine 1946

Durch Entwicklung zum Marktleader

Mitte der 40er Jahren gehört zum Komfort der Neubauwohnungen neuerdings auch eine Zentralheizung. Bald hat Schlatter zwei Problemlösungen zur rationellen Herstellung von Heizungsradiatoren anzubieten.

Ende der 40er Jahre wird ein weiterer Meilenstein gesetzt. Das Schweissen von Eisenbahnschienen stellt eine neue, Herausforderung dar. Die hierfür entwickelte Maschine macht Schlatter zum Marktleader. Mit dieser Entwicklung und dem eingesetzten Abbrennstumpfschweissverfahren behauptet sich das Unternehmen bis in die Gegenwart in dieser Führungsposition.

Schienenschweissmaschine auf dem Prüfstand

Zusammenspiel von Maschine und Steuerung

Frühzeitig erkennt Schlatter, dass eine gute Maschine erst zusammen mit einer guten Steuerung zu einem Spitzenprodukt wird. Deshalb wird schon seit langem grosses Gewicht auf die Entwicklung von elektronischen Steuerungen im eigenen Hause gelegt. Schlatter entwickelt ein Röhren-Steuergerät, das die stufenlose Regulierung des Schweissstromes ermöglicht. Eine zusätzliche elektronische Schaltung gestattet ferner, die Einphasenlast trägheitslos auf alle drei Phasen zu verteilen. Das Schlatter «Synotron»-Lastausgleichsgerät ist geboren.

Prüfung von "Variotron" Steuergeräten

Leistungselektronik mit neuen Perspektiven

ln den 40er und 50er Jahren ist es somit gelungen, durch intensive Entwicklungstätigkeit mehrere neue Produkte auf dem Markt einzuführen. Um die dadurch erreichte Position weiter auszubauen, konzentriert sich Schlatter zukünftig besonders darauf, stets auf dem neuesten Stand der Technik zu sein. Die rasante Entwicklung der Steuer- und Leistungselektronik eröffnet dabei neue Perspektiven. Schlatter bringt als erste Firma die Gleichrichterschweissmaschine auf den Markt.

Einmal mehr besteht eine ausgesprochene Stärke von Schlatter darin, mit der Entwicklung von Steuerungen im eigenen Hause optimale Gesamtlösungen realisieren zu können. Durch Anwendung modernster Mikroprozessortechnik in den HighTechGeräten zur Steuerung, Regelung, Messung und Überwachung des Schweissprozesses wird die jeweils geforderte Güte der Verbindung gewährleistet. Ferner eröffnet die Informatik neue, beinahe grenzenlose Möglichkeiten. Dank ihrem Einsatz in Prozessleitsystemen zur Führung und Vernetzung von Fertigungsanlagen können Flexibilität, Produktivität und Zuverlässigkeit noch wesentlich gesteigert werden.

Ausrichtung zum Engineering-Unternehmen

Die fortlaufende Entwicklung zum Engineering-Unternehmen für komplexe Systemlösungen bedingt eine klare Ausrichtung. Schon seit je besteht eines der Erfolgsrezepte von Schlatter darin, Maschinenbauer, Schweissexperten, Elektroniker und Softwarespezialisten unter einem Dach zu vereinen. Daraus entstehen die Kernkompetenzen Schweisstechnik, Mechatronik und Systemtechnik.

Weil Qualität keine Kompromisse zulässt

Das beharrliche Bekenntnis zu Qualität, das mittlerweile im Firmenleitbild verankert ist, hat dem Unternehmen schon immer eine Vorreiterrolle gesichert.

Signet für die ISO-9001-Zertifizierung

Expansion in neue Anwendungen

Durch die Übernahme der 1867 gegründeten Firma Jäger öffnen sich für Schlatter die Türen für den Webbereich. Unter der Marke Jäger bietet Schlatter nun auch Web- und Ausrüstungsmaschinen für Papiermaschinenbespannungen, sowie für Draht- und Gittergewebe an.

Jäger

Fokus auf Kundennutzen

Seit der Gründung im Jahr 1916 hat sich Schlatter vom Einzelanlagenbauer zum Systemanbieter für Widerstandsschweiss- und Webanlagen entwickelt. Diese langjährige, eigenständige Entwicklungs- und Automatisierungskompetenz für Produktionsanlagen ist die Grundlage, auf der wir für unsere Kunden technisch ausgereifte und wirtschaftliche Lösungen realisieren.

Firmensignete im Laufe der Zeit Artikelaktionen

Kontakt

Schlatter Industries AG

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